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Vorhänge konfektionieren

Jeder kann Vorhänge konfektionieren, vorausgesetzt, er geht methodisch vor und befolgt einige Grundregeln. Folgen Sie der Anleitung!

Tipps vorab

Bevor man den Stoff zuschneidet oder mit dem Konfektionieren beginnt, muss man ihn unbedingt waschen, trocknen und bügeln. Leinen oder Baumwolle können beim Waschen nämlich um 5 bis 10 % einlaufen. Falls der Hersteller den waagerechten Rand des Stoffs nicht ganz gerade geschnitten hat, so passen Sie den Rand an, indem Sie mit Lineal und Bleistift senkrecht zum Saum eine Linie zeichnen. Falls ein Schal aus mehreren Bahnen besteht, so stecken Sie die Bahnen fest und beachten Sie dabei genau den Ansatz der Muster und (bei Vorhangpaaren) auf die Symmetrie. Falls der Stoff rutschig ist, heften Sie ihn ab, nähen und versäubern Sie die Nähte und (wenn möglich) bügeln Sie sie auf.

Die verschiedenen Kopfsäume von Vorhängen

  • Ösenvorhänge
  • Vorhänge mit Kräuselband
  • Vorhänge mit Laschen oder Schlaufen
  • Vorhänge mit Drahtaufhängung
  • Vorhänge mit Schleifen
  • Vorhänge mit Schienenband
  • Vorhänge mit Quetschfalten oder flämischen Falten
  • Ein Futter anbringen

Ösenvorhänge

Der Vorhangkopf mit Ösen ist die am einfachsten zu bedienende Variante und ein Klassiker der modernen Dekoration. Die Ösen werden direkt in den Stoff eingearbeitet, erzeugen eine schöne, regelmäßige Welle und sorgen dafür, dass der Vorhang sauber und elegant fällt.

  • Berechnen Sie zunächst die benötigte Anzahl von Ösen. Bei Ringen mit einem Durchmesser von 7 cm sollte man einen Abstand von maximal 15 cm einhalten und nach Möglichkeit eine gerade Zahl von Ringen anbringen.
  • Fertigen Sie einen ersten Saum von 1 cm Breite an den Seiten und einen zweiten Saum von 8 cm Breite am oberen Rand des Vorhangs.
  • Setzen Sie eine erste Nadel bei 1,5 cm und alle 15 cm eine weitere (gemäß dem Abstand der Ösen).
  • Setzen Sie den Ring so ein, dass die Oberseite des Rings und die Kante des Vorhangs immer den gleichen Abstand haben (1,5 cm) .
  • Zeichnen Sie mit einem HB-Bleistift die Innenkontur des Rings auf.
  • Schneiden Sie die gezeichneten Kreise mit der Schere aus. Setzen Sie den männlichen Teil (derjenige, der in der Mitte am breitesten ist) auf der Rückseite ein.
  • Befestigen Sie den weiblichen Teil auf der Außenseite.
  • Nähen Sie den unteren Saum an und hängen Sie den Vorhang dann auf die Stange.  

Vorhänge mit Kräuselband

Das Kräuselband ist ein großer Klassiker. Das Kräuselband ist eine leicht steife Borte, die Kräuselfalten bildet und an der die Befestigungen angebracht werden können.

  • Beschaffen Sie sich ein Kräuselband, das 2 cm länger ist als die Breite des Vorhangs. Die Art der Befestigung hängt von der Beschaffenheit der Stange ab.
  • Falten Sie die Oberseite des Vorhangs um 8 bis 10 cm.
  • Platzieren Sie das Kräuselband entlang des oberen Vorhangrands. Man näht es in der Regel im Abstand von 2 cm vom Rand an, aber dieses Maß kann variieren, je nachdem, welcher Art die Befestigung ist.
    • Wenn es sich um eine Metallstange mit verschiebbaren Haken handelt, muss der obere Teil so breit sein, dass die Befestigungen verdeckt werden.
    • Wenn es eine Stange mit schönen Holzringen ist, kann man die Ringe sichtbar lassen und das Kräuselband mit 1 mm Abstand von der Oberseite des Vorhangs annähen.
    • Hören Sie auf zu nähen, bevor Sie das Ende des Kräuselbands erreichen. So können Sie es vor dem Ende der Naht abschneiden und noch einmal falten. Ziehen Sie die Schnüre heraus und nähen Sie die Ober- und Unterseite des Kräuselband mit je 1 mm Abstand vom Rand.
  • Ziehen Sie an den Schnüren, die die Vorhänge kräuseln, indem Sie die gewünschte Faltendichte einstellen, und knoten Sie dann die Fäden zusammen.
  • Schieben Sie die Befestigungen gleichmäßig in Längsrichtung auf das Kräuselband. Der Vorhang ist fertig.


Variante: der Vorhang mit flämischen Falten auf Kräuselband
Dieser Vorhangkopf besteht aus Doppel- oder Dreifachfalten, die si